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29.04.2022

Stichstraßenumbau am Heestweg umstritten

Am Heestweg, Ecke Scharbeutzer Straße haben die Bauarbeiten für eine neue KITA mit über 220 Plätzen begonnen.

Früher stand dort einmal eine Kaffeerösterei. Während der Um- und Neubauarbeiten auf dem Schulgelände des Gymnasiums Rahlstedt wurden auf diesem Areal übergangsweise Container für den Schulunterricht aufgestellt, damit die Bauarbeiten an der Schule Zug um Zug umgesetzt werden und der Schulbetrieb trotz allem einigermaßen funktionieren konnte.

Im Zuge dieser Neubaumaßnahme musste jetzt auch die Stichstraße, die vom Heestweg, direkt vor dem Zugang zum Gymnasium abgeht und zum Gelände der neuen KITA (siehe Foto) führt, überplant werden.

Dazu hatte die Verwaltung einen externen Verkehrsplaner, die ARGUS, beauftragt, ein Konzept für die Zuwegung zur neuen KITA zu entwickeln.

Nachdem nun dessen Konzept, das sich sehr eng an das von der Stadt für Straßenneubauten vorgegebene Regelwerk hält, den zuständigen politischen Gremien vorgelegt wurde, ist ein Streit darüber entstanden. Kritisiert wurde die viel zu kurzfristige Vorlage durch die Verwaltung und fehlende, frühzeitige Einbeziehung der Betroffenen und Beteiligten von vor Ort.

Worum geht es: Problematisch ist vor allem die Mischung von Fußgängern, Radfahrern und PKWs an der Einfahrt zur Stichstraße, die sowohl die Zuwegung zum Gymnasium wie auch zur künftigen Kita ist.

Die vorgelegte Planung, die auf dem neu bebauten Grundstück der KITA (Alte Kaffeerösterei) einen Kreisverkehr als Wendemöglichkeit vorsieht, schafft nach Ansicht der Abgeordneten keine überzeugende Lösung für die Querungen verschiedener Verkehrsströme durch den Radverkehr, die Fußgängerbewegung und den Autoverkehr.

Wer sich die Situation vor Ort ansieht, wird beobachten können, dass das individuelle Verhalten der Verkehrsteilnehmer eher zufällig und damit nicht kalkulierbar ist. Das ist ein „Risikoknackpunkt“, der den Verkehrsplanern der ARGUS sicherlich durch die Betroffenen mitgeteilt worden wäre.

Hier sehen die Kommunalpolitik, wie auch der Elternrat und die Schulleitung erhebliche Unfallrisiken, insbesondere bei morgendlicher Dunkelheit oder regnerischem Wetter mit schlechter Sicht. Auch diese wichtigen Argumente sind in der Planung unzureichend berücksichtigt.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Lage heute schon problematisch ist und die Chancen der jetzt erforderlichen Neuplanung besser genutzt werden sollten.

Zu kritisieren ist auch, dass die Beteiligten und Betroffenen wesentlich früher hätten in diesen Prozess eingebunden werden müssen.

Michael Ludwig, Fachsprecher der SPD-Fraktion im Regionalausschuss Rahlstedt dazu: „Das ist insgesamt wirklich sehr unglücklich gelaufen. Eine frühzeitige Einbeziehung der Politik vor Ort und vor allem eine rechtzeitige Einbindung der Betroffenen und Beteiligten von vor Ort, wäre unbedingt notwendig gewesen und hätte insgesamt zu einem besseren Ergebnis geführt“.

Nun gibt es seitens des Elternrates und der Schulleitung des Gymnasiums Rahlstedt einen realistischen und interessanten Alternativvorschlag. Er sieht u.a. eine Verlegung des Schuleingangs und einen Kreisverkehr an anderer Stelle vor, um die Verkehrsströme besser zu ordnen. Dabei könnten das ungenutzte Buschwerk sowie Teile des schulischen Areals ohne Probleme in eine Lösung miteinbezogen werden, weil sich diese Flächen in öffentlicher Hand befinden.

Die Verwaltung wurde aufgefordert, diesen Vorschlag zu prüfen.

Im Petitum des Regionalausschusses heißt es: "Die Mitglieder des Regionalausschusses teilen die Bedenken von Elternrat (siehe Anlage) und Schulleitung des Gymnasiums Rahlstedt und bitten den Ausschuss Mobilität und Wirtschaft (MoWi), gemeinsam mit der Verwaltung und der Polizei, um eine Stellungnahme zum Umbau der Stichstraße unter Beachtung der vorgetragenen Bedenken."

Die in der Stellungnahme des Schulleiters des Gymnasiums Rahlstedt (siehe Anlage), Florian Frankenfeld, vorgebrachten Vorschläge sind zu prüfen und von den Ergebnissen ist dem Regionalausschuss Rahlstedt in der nächsten Sitzung zu berichten