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19.12.2019

„Feuerkrebs“-Schutz für auch für Freiwillige Feuerwehrleute

Feuerwehrleute vor erhöhtem Krebsrisiko schützen.

Sehr oft sind die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren mit verschiedenen Schadstoffen konfrontiert. Besonders im Brandrauch befindliche Schadstoffe, wie Ruß, Asbest, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe können das Erbgut verändern und Krebs auslösen. Wegen der Vielzahl der im Brandrauch enthaltenen unterschiedlichen Stoffe ist augenblicklich eine genaue Zuordnung als Ursache für einzelne Krebsarten sehr schwierig und teilweise nicht möglich. Daher erfordert der Einsatz der Angehörigen von Feuerwehren bei Bränden, aber auch bei technischen Hilfeleistungen eine gute und den Erfordernissen angepasste Schutzkleidung. Hier wurde in letzter Zeit viel bewegt. So wurde die Ausstattung der Feuerwehren mit Kohlenmonoxid (CO) Warngeräten, die Umstellung des Schutzmaskenkonzeptes und die Ausstattung mit moderner Schutzkleidung vorangebracht.

Jetzt hat sich auch die SPD-Bezirksfraktion Wandsbek mit diesem Thema beschäftigt. Sie wurde von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr sehr eindrucksvoll auf diesen Sachverhalt hingewiesen. In ihrem Antrag (Drs.21-0749) fordert sie nun, dass der Bezirk die Freiwilligen Feuerwehren unterstützt, um Feuerkrebs zu verhindern.

Die 19 Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Wandsbek leisten eine außerordentlich wichtige Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger in ihren einzelnen Quartieren. Oft sind sie die Ersten, die bei der Brand- oder Schadensbekämpfung helfen. Wie schon geschildert werden sie während ihrer Arbeit mit unterschiedlichen Schadstoffen kontaminiert. Eine Kontaminierung auch der privaten Kleidung mit giftigen Brandgasen, die unter der Schutzausrüstung getragen wird, ist nicht ausgeschlossen, eher wohl der Normalfall. Besonders nach Atemschutzeinsätzen und der daraus resultierenden starken körperlichen Belastung ist es immer erforderlich, die Kleidung zu wechseln. So wird erreicht, dass die Gefahr einer Kontaminationsverschleppung nach Hause und im privaten PKW erheblich verringert oder sogar ausgeschlossen werden kann. Dafür sind aber Taschen für Wechselbekleidung nach Einsätzen unabdingbar.

Nach jedem Einsatz muss kontaminierte Kleidung fachgerecht gereinigt werden. Dies übernehmen Reinigungsunternehmen, die sich auf diese Art der Reinigung spezialisiert haben. Sie prüfen die Funktionstauglichkeit und auch die weitere Verwendung des gereinigten Schutzanzuges.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus den einzelnen Quartieren können sich beim Bezirksamt melden um, entsprechend ihrer Mitgliederzahlen, Taschen für Wechselbekleidung finanzieren.

Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion der Bezirksversammlung Wandsbek nun gefordert, 40.000€ für die Freiwilligen Feuerwehren zur Beschaffung von Taschen bereitzustellen und bittet darum, die Wehren von diesem Beschluss in Kenntnis zu setzen. Das Geld kommt aus Mitteln, die die Bezirksversammlung zur Verfügung stehen.

Mehr zum Thema Feuerkrebs: https://www.feuerwehr-ub.de/fachartikel/krebs-und-feuerwehr/