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17.12.2021

Ranger passen künftig am Höltigbaum auf

Auch im Rahlstedter Naturschutzgebiet Höltigbaum werden künftig Ranger unterwegs sein und dort unangekündigt „Streife“ gehen. Sollte es akute Probleme oder Beschwerden geben werden sie sich verstärkt vor Ort „sehen lassen“, aber auch ansonsten regelmäßig nach dem Rechten schauen.

Probleme hatten wir leider im Sommer am Rückhaltebecken im Höltigbaum. Einige Unverbesserliche meinten, man könne am Ufer feiern, baden gehen oder sogar die Hunde ins Wasser schicken. Dies war auch der Grund für die Errichtung eines Schutzzaunes im Uferbereich (wir berichteten). Die Auswüchse dort haben auch schon den Regionalausschuss Rahlstedt beschäftigt.

Zehn Rangerinnen und Ranger hat die Umweltbehörde jetzt eingestellt und geschult. Sie werden in den 36 Hamburger Naturschutzgebieten unterwegs sein. Darunter befinden sich auch die 3 Naturschutzgebiete in Rahlstedt: Stellmoorer Tunneltal, Stapelfelder Moor und Höltigbaum. Das hört sich nach viel Arbeit für wenige Ranger an. Aber es ist ein Anfang und die RangerInnen arbeiten nach einem zwischen den Bezirken abgestimmten Dienstplan.

Die Aufgabe der RangerInnen besteht darin, über die Bedeutung der geschützten Natur zu informieren und auf die Einhaltung der Regeln in den Naturschutzgebieten zu achten. Aber auch praktische Arbeiten zur Biotoppflege werden durchgeführt und Erholungseinrichtungen, wie z.B. Bänke, wieder instandgesetzt. Durch ihre Präsenz vor Ort sollen sie zum Erhalt der Biotope und auch der Ordnung im Naturschutzgebiet beitragen.

Wichtig sind die Informationen und die Aufklärungen deshalb, damit die Regeln für so ein sensibles Gebiet verstanden werden. Wenn erforderlich können sie auch Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten.

Im April 2019 hatte die Hamburger Bürgerschaft mit der Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ neben anderen Themen zum Grünerhalt auch vereinbart, dass 10 volle Stellen dauerhaft für Ranger eingerichtet werden sollen

Die ersten Ranger sind seit Beginn 2021 im Einsatz. Im Juli dann kamen weitere hinzu und zum 1. Dezember wurde das Team der Ranger mit 10 Leuten komplettiert.

Die Ranger stammen aus unterschiedlichen Berufen.

So sind Garten- und Landschaftsbauer, Tischler, Biologen, Wildtierpfleger und ausgebildete Landwirte unter ihnen. Alle sind jetzt geprüfte Landschaftspfleger.

Dieser professionelle Rangerdienst soll auch das schon jahrelang bestehende ehrenamtliche Engagement der Naturschutzverbände in Hamburg unterstützen.

Bleibt zu hoffen, dass sie ihre Aufgabe zum Wohle der Natur und der Menschen, die dort Erholung suchen, erfüllen und die wenigen Andershandelnden vom Wert der Naturschutzgebiete überzeugen können.