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17.12.2021

Symbolische Benennung des Ludwig-Baumann-Parks

v.l.n.r.: Prof. Dr. Detlef Garbe, Peter Pape, Carmen Hansch, André Schneider

Im Juni 2021 hatte die Bezirksversammlung Wandsbek beschlossen, eine Freifläche im Wohngebiet Jenfelder Au in "Ludwig-Baumann-Park" zu benennen. Am 13. Dezember 2021 fand anlässlich des 100. Geburtstags von Ludwig Baumann die symbolische Benennung der Fläche zwischen den Straßen Zur Jenfelder Au /Erich-Hippel-Weg statt.

Die Benennung hatte zunächst nur symbolische Bedeutung, da diese Fläche eine noch herzustellende öffentliche Grün- und Spielplatzfläche in der Jenfelder Au ist. Nach deren Fertigstellung 2023 wird die eigentliche Einweihung folgen. Der 100. Geburtstag sollte aber dennoch mit der Enthüllung einer provisorischen Namenstafel gewürdigt werden. André Schneider, Vorsitzender der Bezirksversammlung Wandsbek, und Prof. Detlef Garbe, Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, würdigten mit Wortbeiträgen Leben und Wirken Ludwig Baumanns.

Ludwig Baumann, Gründer und langjähriger Vorsitzender der Bundesvereinigung "Opfer der NS-Militärjustiz", wurde am 13. Dezember 1921 in Hamburg geboren. Am 30. Juni 1942 verurteilte man ihn wegen "Fahnenflucht" zum Tode. Er überlebte diverse Haftstätten und das Bewährungsbataillon 500. In seinen letzten Lebensjahrzehnten setzte sich Ludwig Baumann unermüdlich für die Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure ein. Ein wichtiges Anliegen war ihm auch die Errichtung eines "Gedenkorts für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz" in seiner Geburtsstadt Hamburg, der 2015 eröffnet werden konnte. Er starb 96-jährig am 5. Juli 2018.(weitere Informationen zu Ludwig Baumann bei Wikipedia)

Im Wohngebiet Jenfelder Au, das auf dem Areal der früheren Lettow-Vorbeck-Kaserne entstanden ist, erinnern die Straßen an die Opfer der NS-Militärjustiz Kurt Elvers, Erich Hippel und Kurt Oldenburg.